Häufige Fragen zum Innovationsprojekt Gottfried Baumgartner 

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• Wie läuft die Ausführung? NACHBARSCHAFT-AUSFÜHRUNGSINFORMATION 1

Traktanden: Link, Traktanden mit Ergänzungen aus den Besprechungen: Link.

  • Einhaltung 20km/h / neu LKW Sidler mit weniger Lärmbelastung
  • Zufahrten während der verschiedenen Bauphasen
  • Allgemeines Bauprogramm
  • Hinweis: Spundwandversuche
  • Perimeter Flugblätter
  • Allgemeine Anregungen und Diskussion

nächste Information ca. Ende Februar 2021

• Wie läuft die Ausführung? NACHBARSCHAFT-AUSFÜHRUNGSINFORMATION 2

Freitag, 30 April 2021, 15-16 Uhr, 16-17 Uhr, 17-18 Uhr, 18-19 Uhr. Einladungsschreiben: Link. Besprechungs-Notizen: Link.

Traktanden:

- Resultate aus den Einsprache-Verhandlungen
- Einhaltung 20 km/h bzw. 30 km/h
- Zufahrten während der verschiedenen Bauphasen
- Bauprogramm
- Allgemeine Informationen, Anregungen und Diskussion

• Wie läuft die Ausführung? NACHBARSCHAFT-AUSFÜHRUNGSINFORMATION 3

Im Rahmen der geplanten Baueingabe für die zweite Etappe (Bauabschnitt 2, 3, 4) Ende Mai wird anfangs Juni überr den aktuellen Stand informiert.

• LKW-Lärm - wie wird damit umgegangen?

Aufgrund vieler Hinweise aus Gesprächen mit der Nachbarschaft haben wir Lärmmessungen durchgeführt, um den Sachverhalt besser zu verstehen. Die Empfehlungen wurden umgesetzt. Es gilt weiter bei diesem Themas achtsam zu bleiben.

Einladung: Link / Resultate: Link

Video - Lärmmessung Serie 1Video - Lärmmessung Serie 2

Arbeitsinstruktion Fredi Sidler Transport AG: Link.

Singalisation: mehr dazu

• Wozu braucht es das Projekt?

Baumgartner Fenster gilt als die modernste Produktion für Holz-Metall- Fenster in der Schweiz und kann als modernste Fensterfabrikation Europas bezeichnet werden. Damit das so bleibt und der Vorsprung zur Konkurrenz bezüglich Flexibilität und Innovation gehalten wird, muss in die Erneuerung investiert werden. Stillstand führt zu Rückstand.

Der Erneuerungsbau bietet die Möglichkeit, künftige Entwicklungsschritte vorzunehmen. Der steigendeBedarf nach grösseren Fensterflächen erfordert dickere Fensterrahmen, was eine umfassende Erneuerung und Modernisierung der Produktion bedingt. Neue intelligente Beschlagsysteme und Vakuumisoliergläser sind wichtige Innovationen, die entsprechende Massnahmen nötig machen.

Durch den Erneuerungsbau werden die Abläufe optimiert, was die Wertschöpfungskette optimiert und die Konkurrenzfähigkeit stärkt.

Dank dem Gottfried Baumgartner Innovationsprojekt werden gewerblich-industrielle Arbeitsplätze erhalten. Die Investitionen in die Erneuerung schaffen und sichern in der Bauphase Arbeitsplätze in Bau, Gewerbe und Planung.

• Wie werden wir als Nachbarn informiert?

Unter dem Punkt: «Wie wird die Öffentlichkeit einbezogen?» haben wir gezeigt, dass wir Sie als Nachbarn zuerst informieren und mit Ihnen den nahen Kontakt suchen. Falls Sie Anmerkungen oder Anregungen machen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren.

Mit "NACHBARSCHAFT-AUSFÜHRUNGSINFORMATIONEN" (siehe weiter oben) werden in der Ausführungsphase regelmässig der Kontakt mit den Nachbarn und der interessierten Öffentlichkeit gepflegt.

• Wie wird die Öffentlichkeit einbezogen?

Bereits im Mai 2018 wurden die Anwohner der Fensterfabrikation in Hagendorn aus erster Hand über die geplante Weiterentwicklung des Betriebes informiert. Eine amtliche Information durch die Gemeinde Cham hat am Dienstag 29. Januar 2019 im Lorzensaal in Cham stattgefunden. Im Vorfeld hat die Bauherrschaft, die Chamer Bevölkerung an einem Tag der offenen Tür dazu ein, die Fabrikation zu besichtigen und vor Ort über das Erneuerungsprojekt zu sprechen. Eine Ausstellung des Projekts konnte im Mandelhof (Gemeindeverwaltung) vom 21. Januar bis 8. Februar 2019 besucht werden. Am Samstag 7. September 2019 erfolgte ein Tag der offenen Tür mit Produktionsführungen und einem Workshop zum Innovationsprojekt. Die Teilnehmer, meist direkte Nachbarn, hatten vor allem Bedenken bezüglich Verkehr von der Sinserstrasse bis zum Unternehmensgelände. Anregungen vom Kreisel, Flüsterbelag bis zum Veloweg ins Frauental wurden genannt und im Rahmen der "Werkstattgespräche" mit dem Hochbauamt der Gemeinde besprochen. Wir haben uns darauf noch intensiver für eine Teilerschliessung der Baustelle über die Wytistrasse ("Frauentalerwald")und einen möglichen Einbahnverkehr zum Frauental eingesetzt. Insbesondere möchten wir aber bei uns selbst eine Verbesserung erzielen in dem unsere Lastwagen, Monteure und Mitarbeiter allgemein "leiser" zufahren. Noch besser wäre natürlich die Anfahrt mit dem Velo oder Bus bzw. zu Fuss. Wir konnten auch Verbesserungen im Bereich der Zufahrt des Werkverkehrs präsentieren (Projektänderung: keine Kreuzung mehr mit dem Spielplatz "Lorzenpardies") und hoffentlich auch Ängste bezüglich allfälligem Schattenwurf anhand eines Schattendiagramms dämpfen.

Am Montage 2. März führt die Gemeinde eine weitere öffentliche Infoveranstaltung durch zu Richtprojekt und zu Anpassung der Planungsmittel im Rahmen der öffentlichen Auflage (Planungsdossier Link). Wir dürfen das Projekt auch während 15 Minuten präsentieren bezüglich den unternehmerischen und architektonischen Aspekten (Medienmitteilung Link). 

Auch 2020 wurde am Samstag 5. September ein Tag der offenen Tür durchgeführt. Neben einer "Maschinentour" geführt durch Baumgartner Fenster - Mitarbeiter, hat Blanche Keeris, Landschaftarchitektin ein "Naturtour" durchführt. Imperssionen Link.

Im Verlauf des Frühsommers 2021 möchten wir der Bevölkerung unsere Testflächen zur Verbesserung des ökologischen Werts der Wiese auf dem Dach präsentieren (Projekt Link) und einen Augenschein vor Ort ermöglichen. Sie dazu auch die Webcam auf dem Dach Link.

Mit "NACHBARSCHAFT-AUSFÜHRUNGSINFORMATIONEN" (siehe weiter oben) werden in der Ausführungsphase regelmässig der Kontakt mit den Nachbarn und der interessierten Öffentlichkeit gepflegt.

Wir hoffen die Bevölkerung im Jahr 2021 zum Spatenstich und 2022 zur Besichtigung der Baustelle im Rahmen eines "Tages der offenen Tür" einladen zu können.

• Welche unternehmerischen Massnahmen sind konkret vorgesehen?

Die für eine erfolgreiche Zukunft notwendige zusätzliche Produktions- und Logistikfläche wird einerseits dadurch geschaffen, dass der bestehende Komplex in Richtung Norden zur Frauentalstrasse hin erweitert wird, andererseits wird tiefer in den Boden gebaut. Mit dem modernen Konzept der mehrstöckigen Produktion wird im bestehenden Siedlungsraum eine erwünschte Verdichtung realisiert.

• Wie sind die Auswirkungen bezüglich Schattenwurf?

Für das Lorzenmattquartier wurde eine Animation erstellt. Meist geht der Schatten hinter den bestehenden Gebäuden unter (z.B. September und November). Teilweise geht die Sonne hinter dem neu erstellten Bürogebäude früher unter (z.B. 15. Oktober 23 Minuten). Schauen Sie es sich selber an https://luucy.ch/baumgartner_ag?themeId=142.

Weiter liegt dem Bebauungsplan ein Schattengutachten bei, welches keine relevanten Beeinträchtigungen zeigt: Link.

• Seit wann ist Baumgartner Fenster in Hagendorn an der Flurstrasse 41?

Baumgartner Fenster ist seit der Gründung vor bald 200 Jahren 1825 in Hagendorn angesiedelt. Am anfang in Rumentikon, danach neben dem heutigen Schulhaus in Hagendorn und seit 1984 an der Flurstrasse. Siehe Aufnahme von damals: Link. Weiteres zur Unternehmensgeschichte erfahren Sie in der Firmenchronik Link.

Beiliegend Impressionen vom Weiher, mit welchem Wasser für den Betrieb der Pelton-Turbine gestaut wurde: Link.

• Baugrube und Wasserhaltung

Baugrube

Die hydrogeologischen Verhältnisse und die geplanten Einbindetiefen der Gebäude von 8 bis 10m unter Terrain erfordern geschlossene Baugruben. Das Konzept sieht eine vollumfängliche dichte Umspundung der Baugrube vor. Die Spundwand umfasst das ganze Bauareal. Dies bedingt einen langen Bauzustand mit einer Wasserhaltung von rund 3 Jahren. Die Spundwände reichen generell bis OK Fels und schotten den Grundwasserleiter vollkommen ab. Die Spundwände müssen bereichsweise verankert werden. Wo möglich stützen innerhalb der Umschliessung Böschungen mit einer Zwischenberme die Spundwände. In Zonen mit hochliegendem Felsen über der Aushubsohle muss der Spundwandfuss möglicherweise mittels Nachinjektionen gegen drückendes Wasser abgedichtet werden. Innerhalb der Spundwandumschliessung sind gegen die Bestandesbauten Bauzustände mit verankerten/vernagelten Spritzbetonwänden nötig, da die Neubauten 3 bis 5m tiefer reichen als heutige UK Bodenplatten. Im Zuge der Gebäudehinterfüllung sind die Spritzbetonwände im Bereich der Bachablagerungen abzubrechen und zu entsorgen.

Wasserhaltung

Nach Erstellung der Spundwand wird das Grundwasser mittels Filterbrunnen abgesenkt und entspannt, d.h. die innenliegenden Bachablagerungen werden vollständig trockengelegt. Das Grundwasser soll über Absetzbecken in den westlich des Projektperimeters verlaufenden Wuhrgraben abgeleitet werden, der rund 500m nördlich des Bauareals in die Lorze mündet. Wir rechnen mit anfänglich mit der Ableitung von Wassermengen bis zu 5'000 Liter/Minute. Danach wird aufgrund der vollständigen Umspundung mit Einbindung in den Grundwasserstauer für die Bauphasen nur noch mit einem deutlich geringen Grundwasseranfall von wenigen 100 Liter/Minute gerechnet. Für die Kontrolle der Druckspiegel ausserhalb der Baugrube werden Piezometer installiert. Es ist davon auszugehen, dass im Bereich der Flurstrasse der Grundwasserzustrom durch die Spundwand aufgestaut wird. Der Anstieg des Grundwassers muss auf den maximalen Grundwasserspiegel begrenzt werden.  Falls nötig, kann die geplante zukünftige Objektschutzleitung ausserhalb der Spundwand erstellt werden und der Grundwasseraufstau entsprechend begrenzt werden. Als Variante können auch auf der Höhe des maximalen Grundwasserspiegels Entlastungsöffnungen in die Baugrube gebohrt werden.  Für das Abpumpen des Oberflächenwassers ist zusätzlich eine offene Wasserhaltung nötig. Das Wasser wird über Absetzbecken mit 2 Kammern und eine Neutralisationsanlage in die Schmutzwasserleitung geführt.

• Um was geht es beim BLN (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung)?

  • Das BLNGebiet umfasst ganze Dörfer, es ist kein Bauverbots-Gebiet. Siehe Plan: Link.

  • Die Bautätigkeit soll das Gebiet aber nicht schmälern und die Bauten sind entsprechend zu gestalten.

  • Und es braucht in heiklen Situationen eine positive Stellungnahme der ENHK.

  • Die Ausdehnung des Betriebs Richtung Westen wurde von der ENHK abgelehnt.

  • Dann wurde der Betrieb nur noch Richtung Frauentalstrasse geplant und mit einem UG ergänzt wie auch in der bestehenden Siedlung verdichtet.

  • Zu dieser Entwicklung sagte die ENHK ja.

  • Die äussere Erscheinung des Gebäudes ist aufwändiger als bei einem üblichen Gebäude in einer Industriezone. Auch dies ist die Auswirkung des BLN: hohe architektonische Qualität und Einordnung in die Landschaft mit der «grünen» Haut und der ökologischen Dachlandschaft.

Schlussfolgerung: Die Betriebserneuerung, wie sie vorliegt, ist BLN-konform!

• Wie steht es mit der erneuerbaren Energie und der CO2-Bilanz?

18’000t - 47'000t CO2 - Einsparung pro Jahr können mit Baumgartner Fenster CO2 bei Erstellung und Entsorgung eingespart werden mehr erfahren

In der Produktion können zukünftig 60-70% der elektrischen Energie mit Photovoltaik generiert werden. Heute sind es ca. 20%, geplant sind mit dem Innovationsprojekt 80%. Mit den entstehenden Holzabfällen kann seit Jahren sämtliche Wärmenergie erzeugt werden. Damit die Holzabfälle nicht mehr abtransportiert werden müssen, wird für den Produktionsprozess der Verklebung zukünftig eine Kühlanlage mit den Holzabfällen betrieben.

• Was für Massnahmen sind für die ökologische Aufwertung vorgesehen?

Dach:
Im März 2021 wird auf dem bestehenden Dach Trockenzonen für Insekten geschaffen, welche dann die Grundlage für mehr Tiere sind. Folgende Materialien sind vorgehsen: Blähschiefer 4/16, Wandkies 0/45 (lose), Frischekompost, Kieslinsen mit Totholzlagen anlegen. Das bestehende Dach-Substrat ist wie folgt aufgebaut: best. Substrat: permanenter Wasserstau
50% Ziegelschrot 4/16, 50% Sandig-kiesig-toniges Aushubmaterial. Nachfolgen der Plan für die Testfelder: Link. Wir sind gespannt auf das Resultat. Bilder: Link.

Freilegung des Wuhrgrabens im Bereich der Fensterfabrikation:
Neben der der 
Freilegung des Wuhrgrabens gibt es eine Feuchterinne / -mulde. Es werden Bäume gepflanzt und an der Böschung entsteht ein Magerstandort mit Wildblumenwiese. Die Details können dem Situationsplan entnommen werden: Link

Aufwertungfläche ausserhalb des Bebauungsplansperimeters:
Auf den Parzelle 985 / 2011 soll auf einer Fläche von 5’660m2 als vernetzendes Element im Bereich der bestehenden und geplanten ökologischen Aufwertungsflächen der Fensterfabrik
Baumgartner, des angrenzenden Wuhrgrabens und Ghasel Süd ein Trittsteinhabitat angelegt werden. Beschrieb detailliert: Link.

Tobelweiher:
Etwas weiter entfernt vom Fabrikationsstandort ist der idyllische Tobelbachweiher. Er wurde für die Fabrikation am alten Standort beim heutigen Schulhaus für den Betrieb der Pelton-Turbine gestaut, bis 1984. Imperssionen: Link.

Ihre Kontaktperson

Stefan Baumgartner
Exekutiver Präsident des Verwaltungsrates
lic. oec. HSG

Telefon 041 785 85 28
E-Mail

 

Medienbeiträge und Anlässe

Medienbeiträge  und Anlässe

 

Samstag 5. September 2020, Tag der offenen Tür, G. Baumgartner AG, Hagendorn

Wie in den vergangenen beiden Jahren haben wir auch in diesem Jahr zu einem Tag der offenen Tür einladen – umso mehr als die für die Realisierung des Innovationsprojekts Gottfried Baumgartner notwendigen Anpassungen (Bebauungsplan und Änderung Zonenplan) Ihnen am 29. November 2020 an der Urne unterbreitet werden.

Impressionen der Naturtour: Landschaftsarchitektin Blanche Keeris erläuterte im erläutern wie die Hecke, die Teiche und das begrünte Dach ökologisch funktionieren – und wie auch die ökologischen Aspekte mit dem Innovationsprojekt weiter verbessert werden können. Link.